Schädlinge / Lästlinge

Ameisen: Schwarzgraue Wegameisen, Rasenameisen

 

Die Nester der Ameisen befinden sich meistens im Bereich des Rasens, Terrassen und Wegen zwischen den Pflasterfugen. Ameisen sind staatenbildende Insekten und bevorzugen unterirdische Nestanlagen. Zuckerhaltige Nahrung wie Blattlaussekrete werden ebenso wie Insekten und Würmer als Proteinquellen benötigt. Auf der Suche nach zuckerhaltiger Nahrung dringen sie oft in Wohnungen ein. Wenn die Späher eine Nahrungsquelle gefunden haben, entsteht sehr schnell eine Ameisenstraße

Durch die Ameisen werden süße Nahrungsmittel wie Kuchen und Zucker sowie proteinhaltige Lebensmittel wie Fleisch mit Bakterien und toten Ameisen verunreinigt. Immer öfter kommt es vor, dass sie ihre Nester auch in der Wohnung, hinter Türrahmen, Risse im Mauerwerk sowie im Holzboden anlegen.

In den letzten Jahren haben wir selbst in den Wintermonaten Ameisenbefall in den Wohnungen festgestellt. Eine Bekämpfung sollte zeitnah stattfinden,da bestimmte Ameisenarten auch Holzschädlinge sein können.

Asseln: Kellerasseln, Mauerasseln

 

Kellerasseln sind schiefergrau bis gelbgraue, platte Krebstiere, die bis zu ca. 15 mm lang werden. Zur Entwicklung benötigen die Asseln Feuchtigkeit. Niedrige Temperaturen und Trockenheit wirken der Vermehrung entgegen. Asseln verursachen Fraßschäden an Kartoffeln, Gemüse, Obst und Mauerwerk.

Bettwanzen:

 

Erwachsene Wanzen werden ca. 5-8 mm lang, junge Bettwanzen sind mit dem bloßen Auge nur sehr schwer zu erkennen.

Die Entwicklungsdauer der Bettwanze vom Ei bis zum erwachsenen Insekt dauert ca. 1,5 - 2 Monate. Während der gesamten Entwicklung saugen die Bettwanzen Blut und die so erzeugten linsen- bis centgroßen Quaddeln sind stark juckend. Eine Bettwanzenbekämpfung ist sehr aufwändig, da die Wanze ihre Eier nicht nur in Betten, sondern auch hinter Tapeten, Ritzen oder Steckdosen ablegt.

Die erwachsenen Insekten können Kälte über einen längeren Zeitraum ertragen, und bis zu einem Jahr hungern. Je früher ein ausgebildeter Schädlingsbekämpfer, mit Erfahrung in der Bekämpfung von Bettwanzen, beauftragt wird, umso kostengünstiger kann die Bekämpfung durchgeführt werden.

Wird ein Befall erst spät, nachdem die Bettwanzen schon Eier gelegt haben behandelt, sind in der Regel mehrere Maßnahmen durch einen Experten der Schädlingsbekämpfung erforderlich.

Fliegen: Stubenfliegen, Fruchtfliegen

 

Die Stubenfliege legt bis zu 120 Eier, und ihre Entwicklung vom Ei bis zur erwachsenen Fliege dauert ca. 14 Tage. Je nach Lebenszeit kann ein Weibchen bis 800 Eier produzieren, diese werden in gärende, verwesende Nahrungsmittel sowie Kot von Tieren abgelegt.

Die erwachsene Fliege kann nur flüssige Nahrung aufnehmen. Um auch feste Nahrung aufzunehmen, müssen sie die Partikel zuerst durch Speichel und Magensekret auflösen. Dabei gelangen jedoch nicht nur Verdauungssäfte, sondern auch Bakterien und Viren auf die Nahrung. Die auf diese Weise verflüssigte Nahrung kann dann von den Fliegen aufgesogen werden. Während dieser langwierigen Form der Nahrungsaufnahme geben die Fliegen kleine Kottröpfchen ab. Diese spezielle Form der Nahrungsaufnahme macht gerade Fliegen zu potentiellen Überträger von Krankheiten.

Die Fruchtfliege legt zw. 300 - 500 Eier und die Entwicklung dauert ca. 16 Tage. Eier werden auf Gemüse, Früchte und in Biotonnen abgelegt. Durch die Übertragung von Bakterien können Lebensmittel verdorben werden. Fäulnisprozesse an pflanzlichen Lebensmittel werden durch die Aktivität der Larven beschleunigt.

Flöhe: Katzenfloh, Hundefloh, Hühnerfloh, Vogelfloh, Rattenfloh

 

Der Katzenfloh, der sowohl auf Katzen, Hunde und Menschen lebt, verursacht die meisten Probleme. Für den Menschen wird der Katzenfloh häufig erst dann problematisch, wenn der eigentliche Wirt (Katze) sich nicht mehr in der Wohnung befindet. Oder die Wohnung nach einem Umzug eine zeitlang leersteht und die Flöhe, die sich in der Zwischenzeit entwickelt haben, auf einen Wirt warten. Im Kokon können Flöhe bis zu einem halben Jahr überleben! Tiere, die von Besuchern mitgeführt werden, können ebenfalls einen Befall verursachen.

Vogelflöhe; wenn die Vogelnester im Herbst von den Vögeln verlassen werden, suchen die Flöhe nach einem Ersatzwirt und können dabei auch in größeren Mengen in die Wohnungen eindringen. Der Mensch ist nur ein Zwischenwirt, eine weitere Entwicklung, Fortpflanzung findet nicht statt.

Sowohl beim Menschen als auch beim Haustier rufen die Flohstiche heftigen Juckreiz hervor. Das genaue Betrachten der Einstichstelle ist unerlässlich, denn Flohstiche sind perlschnurartig in Reihe angeordnet. Flöhe vollführen nämlich zunächst Probestiche, bevor sie sich endgültig vollsaugen.
Vor einer Bekämpfung muss eine Bestimmung der Flohart durchgeführt werden.

Heimchen: (Grillenart)

 

Heimchen sind wärmeliebend und halten sich vorwiegend in Heizräumen und warmen Gebäuden auf. Durch das Zirpen ist eine einfache Befallsermittlung möglich. Fraßschäden sind zwar gering, allerdings können sie durch das Wechseln von Abfall auf Lebensmittel zu ihrem Verderben beitragen.

Mäuse: Hausmaus, Waldmaus, Feldmaus, Rötelmaus

 

Wald-, Feld- und Rötelmäuse leben mehr im Freien, jedoch im Winterhalbjahr kommen sie auch auf Nahrungssuche in Vorratskeller und Lagerräume.
Ernstzunehmender Schädling ist die Hausmaus, die durch ihre massenhafte Vermehrung große Schäden an Lebensmittel und Gebäude verursachen kann. Unter normalen Bedingungen wirft ein Weibchen 5x im Jahr 6 Jungtiere, wobei diese 8 Wochen nach der Geburt schon geschlechtsreif sind. Bevorzugte Nahrung: Getreide, Nüsse, Schokolade, Obst, Käse, Geräuchertes und in der Not auch Abfälle. Erhebliche Fraßschäden an Lebensmittel und Verunreinigung durch Kot und Urin, bauliche Schäden durch Nagetätigkeit

Bei Mäusen wachsen die Zähne ständig nach und müssen somit auch immer wieder abgenagt werden. Deswegen nagen sie auch gerne Stromkabel, Holz und auch Mauerwerk an. Weichere Materialien wie Papier, Kartonagen, Isoliermaterial wie Styropor werden zum Nestbau verwendet.

Feldmaus / Erdmaus:

 

Feldmäuse erkennt man an den offenen und dicht beieinanderliegenden Mäuselöchern sowie den rinnenartigen Laufwegen im Gras. Feldmäuse sind Samen- und Pflanzenfresser, genauso nagen sie an der Rinde von jungen Bäumen.

Rötelmaus:

 

Die Lebensweise der Rötelmaus ist gleich wie bei der Feldmaus, jedoch bevorzugt die Rötelmaus den Wald als Lebensraum. Oft ist sie auch in Holzlagerplätzen und Schuppen anzutreffen. Rötelmäuse sind auch Überträger des Hantavirus. Die Übertragung des Virus kann durch direkten Kontakt, über den Kot (durch Staubentwicklung), Urin oder über einen Biss von infizierten Mäusen stattfinden.

Beschwerden bei einer Hantavirusinfektion: Fieber, Kopfschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Husten, Nierenfunktionsstörungen, usw.
Es gibt keine Schutzimpfung gegen den Hantavirus!

Wühlmaus / Schermaus:

 

Wühlmäuse und Schermäuse leben in einem unterirdischen Gangsystem mit unregelmäßigen Erdhügel ähnlich wie der Maulwurf. Im Gegensatz zum Maulwurf, der Insektenfresser und geschützt ist, benagt die Wühlmaus die Wurzeln von Bäumen, Sträucher und anderen Pflanzen.

Pelzkäfer / Wollkrautblütenkäfer / Gemeiner Teppichkäfer:

 

Der gefleckte Pelzkäfer ist 3 - 6 mm, länglich-oval, dunkelbraun-schwarz mit kurzen Fühlern.

Der Wollkrautblütenkäfer ist 1,7 – 2,8 mm groß, rundlich, hell- und dunkelbraun gefleckt.

Der Gemeine Teppichkäfer ist 3 – 4,5 mm groß, oval und schwarz beschuppt.

Der Lebensraum von allen ist in Nestern, in Lagern und Wohnungen, an Wolle, Pelzen, Teppichen, Tierfutter und Getreideprodukten. In Pelzen werden Haare von unten abgefressen und fallen daher büschelweise aus. Die Käfer sind gute Flieger und besuchen ab Ende Mai im Freien Blüten. Zur Eiablage kehren die Pelzkäfer in das Gebäude zurück. Ihre Lebenserwartung beträgt mehrere Monate.

Messingkäfer / Kugelkäfer:

 

Der Messingkäfer ist 2,6 - 5 mm, rotbraun mit messinggelber, feiner Behaarung und kugeligem Körper.

Der Kugelkäfer ist 1,7 – 3,2 mm, eiförmig, rotbraun glänzend, die Fühler und Beine gelb behaart.

Ihr Lebensraum ist in Hohlräumen und Zwischendecken in Altbauten, an pflanzlichen Bau- und Dämmstoffen. Larven fressen an pflanzlichen Vorräten wie Getreide, Backwaren und Trocken-früchte. Die Käfer nagen auch an Papier, Leder und Federn. Der Messing- sowie der Kugelkäfer ist flugunfähig aber ein nachtaktiver Wanderer, mit einer Lebenserwartung von 10- 18 Monaten.

Motten: Mehlmotte, Dörrobstmott

 

Die Mehlmotte ist ein bedeutender Schädling in Mühlen, Bäckereien und Haushalten. Hier kommt sie an Mehl, Getreideprodukten, Nüssen, Schokolade und anderen Lebensmittel vor. Das Weibchen legt bis zu 600 Eier direkt an die Nahrung und die ausschlüpfenden Raupen beginnen sofort mit dem Fraß. Die Verunreinigung der Nahrungsmittel findet durch Kot und Gespinste statt.

Die Dörrobstmotte bevorzugt zum Nahrungsspektrum der Mehlmotte zusätzlich auch noch Trockenfrüchte. Die Eiablage direkt an der Nahrung beträgt ca. 200 - 400 Eier. Die Verpuppung findet meist an einem dunkleren Ort außerhalb der Nahrung statt. Die Falter leben ca. zwei Wochen, in der sie keine Nahrung zu sich nehmen, sondern nur nach einem Partner zur Fortpflanzung suchen. Die eigentlichen Fraßschäden werden durch die Raupen verursacht.

Ratten: Hausratten, Wanderratten

 

Die Hausratte ist fast ausgerottet und steht jetzt unter Naturschutz. Die Hausratte war früher eigentlich ein Baumbewohner, wenn sie heute in Erscheinung tritt, dann meistens im Gebälk des Dachstuhls.

Wanderratten, auch unter Kanalratten bekannt, sind die eigentlichen Schädlinge und Krankheitsüberträger. Körperlänge ca. 20 cm, Schwanz schuppig und geringelt, etwas kürzer als der Körper. Bei einer 3-wöchigen Tragezeit wirft ein Weibchen im Jahr 2 - 3mal durchschnittlich je 8 Junge. Im Alter von 3 Monaten sind diese schon wieder geschlechtsreif.

Die Wanderratte hält sich oft in der Nähe von Gräben, Bächen, Teichen und Kanälen auf. Sie sind ausgezeichnete Schwimmer und haben somit keine Schwierigkeit, über die Kanalisation in die menschliche Umgebung zu gelangen.

Ratten sind Allesfresser, neben den, für Menschen geeigneten, Lebensmittel, sind ihnen auch Abfälle willkommen. Aber auch Eier von Hausgeflügel und kleinere Tiere gehören zu ihrer Beute.

Da auch die Ratten ihre nachwachsenden Zähne abnagen müssen, können hohe bauliche Schäden entstehen (eine Ratte frisst sich auch durch ungehärteten Beton durch).

Nach wie vor sind Wanderratten gefährliche Krankheitsüberträger und übertragen z. B. den Hantavirus und dürfen in der menschlichen Umgebung nicht geduldet werden. Die Übertragung des Virus kann durch direkten Kontakt, über Kot (durch Staubentwicklung), Urin oder über einen Biss von infizierten Ratten stattfinden.

Schaben: Deutsche Schaben, Orientalische Schaben, Braunbandschaben, Waldschaben
(Kakerlaken)

 

Waldschaben sind Busch- und Baumbewohner und flugfähig, weshalb sie oft durch geöffnete Fenster in die Wohnungen fliegen. Sie sind harmlos und können sich im Gebäude nicht vermehren, weshalb man sie meistens tot auf dem Boden findet. Keine Bekämpfung nötig.

Deutsche Schaben, Orientalische Schaben (= altdeutsche Küchenschabe) sind die in Deutschland am häufigsten, vorkommenden Schabenarten (in der Umgangssprache auch Kakerlaken genannt). Sie verursachen Fraßschäden und vor allem ist die Verunreinigung von Lebensmittel mit Kot und Kropfinhalt wegen der Bakterienübertragung gefährlich. Schaben sind nachtaktiv, Allesfresser und ernähren sich auch von Abfall, wie auch vom eigenen Kot.

 

Etwa 1 Monat dauert die Eientwicklung der Deutschen Schabe bevor die Junglarven schlüpfen und nach etwa 2 - 3 Monaten ausgewachsen sind. Die Lebensdauer der erwachsenen Tiere beträgt ca. 6 Monate, wobei in dieser Zeit ein Weibchen 150- 200 Nachkommen produziert. Die Eientwicklung der Orientalischen Schabe beträgt ca. 2 Monate bis die Junglarven schlüpfen und nach ca. 9 Monaten ausgewachsen sind. Die Lebenserwartung beträgt etwa 6 Monate, wobei ein Weibchen in dieser Zeit bis zu 300 Nachkommen produziert.

Die Bekämpfung bitte nur durch ausgebildete Schädlingsbekämpfer durchführen lassen!
Eigene Bekämpfungsmaßnahmen, z. B. mit insektiziden Sprühmittel töten meist nur die sichtbaren Insekten. Schaben, die in Ritzen und Verstecken sitzen, können bis zu 4 Wochen ohne Nahrung überleben oder sie suchen durch das Sprühmittel vertrieben im ganzen Raum bzw. Gebäude Schutz.
Eine Bekämpfung durch den Schädlingsbekämpfer kann während des normalen Arbeitsbetriebs oder in der bewohnten Wohnung stattfinden.

Silberfischchen:

 

Silberfischchen stellen äußerst geringe Ansprüche an die Nahrung. Stärkehaltige Produkte wie Mehl, Grieß, Tapeten und Hautschuppen genügen ihnen. Silberfischchen sind auch ausgesprochene Hungerkünstler, sie können bis zu 10 Monate ohne Nahrung auskommen. Als Lebensgrundlage benötigen sie nur eine hohe Luftfeuchtigkeit.